15. Potsdamer Geschichtsbörse

"Theodor Fontane - Journalist, Historiker. Und noch mehr?." lautet das Thema der 15. Potsdamer Geschichtsbörse am 24. Februar 2019. Von 10 bis 16 Uhr stellen sich im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) am Neuen Markt in Potsdam Heimat- und Geschichtsvereine sowie Verlage mit ihren Aktivitäten und mit Publikationen zu Themen der Geschichte Brandenburgs und Berlins vor.

Eingeladen sind auch mit der Geschichte befasste Einrichtungen und Verbände Brandenburgs sowie Geschichts- und Heimatvereine der benachbarten Bundesländer.


Der Breslauer Psalter - Glanzlicht europäischer Buchkunst

22. Jan. 2019 - 10:00 Uhr bis 02. Mär. 2019 - 16:00 Uhr

Faksimile-Ausstellung des Quaternio Verlages Luzern in Kooperation mit dem Kulturforum östliches Europa und der Stadt- und Landesbibliothek

Eine verschwenderische Fülle von Illustrationen - biblische Szenen auf strahlendem Goldgrund, detailreiche Randbilder, opulent gestaltete Initialien und phantasievoller Ornamentschmuck - zeichnen den Breslauer Psalter aus. Er gehört zu den ältesten und wertvollsten Psalterien des Mittelalters.


Potsdam zwischen 1918 und 1920: Novemberrevolution, Wahlen und Kapp-Putsch

20.03.2019 , 18:00 Uhr Vortrag / Gespräch HBPG

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Vortrag

Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG

Der Vortrag berichtet über die Ereignisse in Potsdam vom Ausbruch der November-Revolution 1918 über die ersten demokratischen Wahlen für eine Stadtverordnetenversammlung im März 1919 bis zum Kapp-Putsch 1920, als auf dem Alten Markt Schüsse fielen und Tote beklagt werden mussten. Politische Doppelherrschaft, Zusammenbruch des Alten, existenzielle Not der Stadtbewohner und die Angst vor einer radikalen Revolution nach russischem Vorbild beherrschten in diesen Tagen und Wochen Politik und und Alltag nicht nur in der ehemaligen Residenzstadt.

Eine Veranstaltung der Studiengemeinschaft Sanssouci e. V. – Verein für Kultur und Geschichte Potsdams

Eintritt: frei


Alexander von Humboldt: Begegnungen über Begegnungen

27.03.2019 , 18:00 Uhr Vortrag / Gespräch HBPG

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Buchvorstellung und Vortrag zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt

Prof. Dr. Ottmar Ette, Universität Potsdam

Alexander von Humboldt (1769–1859) nimmt uns in seinen Amerikanischen Reisetagebüchern mit auf seine Reise durch die Amerikanischen Tropen (1799–1804). Erst Ende 2013 sind die Tagebücher wieder nach Berlin zurückgekehrt. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte sie erworben, und in der Staatsbibliothek zu Berlin sowie an der Universität Potsdam wird ihre weitere wissenschaftliche Auswertung vorgenommen.
Mit sicherem Gespür und kräftigen Pinselstrichen skizziert der preußische Reisende die unterschiedlichsten Menschen, die ihm begegnet sind – von schwarzen Plantagensklaven über mexikanische Bergarbeiter bis hin zu Gouverneuren und Vizekönigen im damals noch spanischen Kolonialreich. Zugleich entsteht auf diesen 4500 Seiten Stück für Stück die Humboldtsche Wissenschaft. Dank der Reisetagebücher können wir heute deren Entstehung nachvollziehen.

Der international renommierte Humboldt-Experte Ottmar Ette ist Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Er leitet das Akademievorhaben zu Alexander von Humboldt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro


III. Historische Exkursion „Wirkungsstätten Albrecht des Bären, Zitadelle Spandau, Dom zu Brandenburg und Havelberger Dom“.

Bitte vormerken: Am Sonnabend den 27.04.2019 veranstaltet der Altmärkische Heimatbund e.V. dieIII. Historische Exkursion „Wirkungsstätten Albrecht des Bären, Zitadelle Spandau, Dom zu Brandenburg und Havelberger Dom“.Nähere Informationen folgen nach Abschluss der Tour-Planung. Reservierungen werden ab sofort im Büro Schnelle unter 039393-92980 angenommen.Mit freundlichen Grüßen, aus der kleinsten Hansestadt der WeltMichael SchnelleAn der Mühle 1, D-39615 Hansestadt Werben,

Telefon : 03 93 93 92 98 0 Mobil : 0172 97 19 81 3


Das preußische Potsdam im Stadtmodell


ab 22. August 2018 bis September 2020

Bis zur Eröffnung einer konzeptionell, inhaltlich und gestalterisch neuen landesgeschichtlichen Ausstellung im Oktober 2020 ist – bei freiem Eintritt – im Erdgeschoss des HBPG das bei Einheimischen und Reisegruppen beliebte interaktive Potsdam-Modell für Besucher weiter zugänglich. Es fußt auf dem amtlichen Stadtplan von 1912 und stellt Potsdam als Residenz-, Garnison- und Behördenstadt dar. Diese drei Funktionen haben Potsdam zu einem Symbol für die preußische Geschichte werden lassen und die Stadtgeschichte aus dem engen Zusammenhang lokaler Ereignisse und Personen hervorgehoben.


Beiderseits der Oder:

Geschichtsraum / Grenzraum / Begegnungsraum

7. September 2018 bis 20. Januar 2019

Eine szenische Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam

Immer freitags bieten wir Ihnen:

  • ermäßigten Eintritt von 3 Euro zur Ausstellung sowie
  • kostenfreie, kurze Einführungen in die Ausstellung durch den Kurator/die Kuratorin (11 Uhr und 14 Uhr).

Außerdem haben wir öffentliche Ausstellungsführungen durch die Kuratorin am 20.10., 17.11., 08.12.2018 und 20.01.2019 in das Begleitprogramm zur Ausstellung genommen.

Begleitprogramm (Download) »

Immer wieder müssen Menschen aufgrund von Kriegen oder Konflikten den Ort aufgeben, mit dem sie verwurzelt sind. Sind unsere Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern auch geflüchtet, weggegangen oder vertrieben worden? Wenn ja, warum? Was mussten sie erleben? Wohin hat es sie verschlagen?
Wenn wir unsere Heimat verlieren, gehen wir dann auch verloren? Woran halten wir fest? Was gibt uns Halt?

Angesichts aktueller Diskussionen um eine europäische Haltung zu Flucht und Vertreibung versucht die Ausstellung, Antworten darauf zu finden, wie aus der Fremde eine Heimat wird, und wie dort neue kulturelle Identitäten entstehen.

„Beiderseits der Oder“ ist keine klassische Ausstellung, sondern eine dokumentarisch-künstlerische Rauminszenierung. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die beiderseits des Grenzflusses Oder in einer Region leben, die zu zwei Staaten gehört: als Ziemia Lubuska zur Republik Polen und als Märkisch Oderland in Brandenburg zur Bundesrepublik Deutschland. In einer Region, die heute beispielhaft für die europäische Erinnerungsgeschichte ist.

Zur Vorbereitung der Ausstellung ging 2018 ein Team des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der Technischen Universität Berlin auf Spurensuche beiderseits der Oder. Sie trafen Menschen aus Polen und Deutschland, deren Lebens- und Familiengeschichten geprägt sind durch Flucht, Vertreibung oder Umsiedlung während des Zweiten Weltkriegs bzw. nach der Spaltung Europas in der Nachkriegszeit. Die Gesprächspartner berichteten, wie die Heimat der Vorfahren nur in familiären Erinnerungen weiter besteht, wie das neue Zuhause als Ort des Geborgenseins gelebt wird, und wie sie sich dem gemeinsamen kulturellen Erbe und damit auch den Nachbarn jenseits der Oder öffnen.

Mit dem vor Ort zusammengetragenen Material gestalteten die Studierenden aus Deutschland, Italien, Thailand und Weißrussland unter Leitung von Prof. Kerstin Laube eine experimentelle, mediale Szenografie für die Ausstellung. Ergänzendes Interviewmaterial steuerte der Schauspieler, Filmemacher und Theaterregisseur Tobias Lenel bei, der 2013/14 mit polnischen und deutschen Schülern auf Recherchereise entlang der Oder unterwegs war.

Die Komposition aus historischen und aktuellen Bildern, Audio- und Videosequenzen sowie die speziell für die Ausstellung geschaffenen künstlerischen Installationen nehmen den Besucher mit auf eine assoziative Reise durch die Welt beiderseits der Oder. Die subjektiven Erinnerungen von Zeitzeugen und Nachgeborenen bleiben unkommentiert, zugleich wird der historische Hintergrund durch Karten, Bilder und Texte anschaulich gemacht.

Die Ausstellung entstand in Partnerschaft mit dem Muzeum Ziemi Lubuskiej (Museum des Lebuser Landes) in Zielona Góra, dem Muzeum Lubuskie im. Jana Dekerta (Lebuser Museum Jan Deckert) in Gorzów Wielkopolski, dem Gubiński Dom Kultury (Gubiner Kulturhaus), Oderläufe e. V. und dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e. V. sowie mit freundlicher Beratung des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften/Centrum Badań Historycznych Polskiej Akademii Nauk w Berlinie.

Ein illustriertes Informationsblatt führt die Besucher zu den Orten der Recherchereise und durch die Ausstellung, stellt die Gesprächspartner vor und gibt Auskunft zu den Videos und Bildern.

Kuratoren der Ausstellung

Julia Bork und Thomas Wernicke (HBPG)

Kooperationspartner

Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der Technischen Universität Berlin
Ausstellungsszenografie: Svenja Stannat und Suriya Poieam
Projektleitung/Mentorin: Prof. Kerstin Laube
Co-Mentor Video: Heiko Kalmbach
Koordinatorin: Maria Dannecker
Projektteilnehmer/innen: Mara Barnabò, Anja Dietz, Katsiaryna Filist, Julius Kirchner, Suriya Poieam, Svenja Stannat, Lena Tiffert, Greta Wolf-Rosenbaum

www.tu-buehnenbild.de


„Beiderseits der Oder" ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 SHARING HERITAGE und ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa".